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Urvolk Juden - Abstammung und Herkunft

Wer sind die Juden?

Juda und Israel sind Bezeichnungen, die im geschichtlichen Wandel geographische, politische, ethnische und theologische Komponenten aufweisen.
Der Begriff „Judentum“ bezeichnet nicht nur die jüdische Religion, sondern auch die ethnische Zugehörigkeit zum jüdischen Volk sowie dessen gesamtes kulturelles, politisches und philosophisches Umfeld sowohl im Alten Israel als auch in der Diaspora. Eine allgemein anerkannte, griffige Definition von Judentum fehlt bis heute, da nicht zuletzt auch innerhalb des Judentums selbst aufgrund der verschiedenen Strömungen – von der Ultraorthodoxie bis zum Reformjudentum – kein einheitliches Verständnis des Judentums existiert. Am ehesten läßt sich der Begriff über die Halacha, das jüdische Religionsgesetz, fassen. Hier wird stets das religiöse Moment mit der Idee einer jüdischen Volkszugehörigkeit verbunden. Jude ist, wessen Mutter selbst jüdischer Abstammung ist.
Unterschiede der religiösen Überzeugung, der kulturellen Herkunft, des ethnischen Charakters und des Selbstverständnisses machen die Antwort auf die Frage „Wer ist Jude?“ für viele kompliziert und problematisch.


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Wie war die Ethnogenese der Juden

Laut der Tradition wurde Israel durch die Erwählung bzw. durch den Sinaibund als Volk konstituiert, das kollektiv zur Erfüllung der Torah verpflichtet ist. Der eine Gott, die Torah als offenbarter Gotteswille, das eine Volk Israel und das Land Israel als eigentlicher Geltungsbereich der Torah bilden ein festes Gefüge religiöser Grundüberzeugungen.

Die Archäologie hat in den letzten Jahrzehnten vieles ermitteln und rekonstruieren können.

Die Israeliten kristallisierten sich Ende des 13. Jahrhunderts v. Chr. als eine allmählich deutlich unterscheidbare Gruppe in Kanaan heraus. Unmittelbar vor dieser Zeit hat man keine erkennbaren archäologischen Beweise für eine israelitische Präsenz in Ägypten gefunden. Nach dem Archäologen Finkelstein waren folglich die Juden nicht von außen gekommen, sondern autochthon.

David und seine Dynastie herrschten über eine isolierte, ländliche Region am Rand, in der es weder großen Reichtum noch eine zentralisierte Verwaltung gab. Auch erlebte es keinen plötzlichen Niedergang mit Schwäche und Unglück nach einer Zeit beispiellosen Reichtums. Vielmehr machte es über Hunderte von Jahren eine lange, allmähliche Entwicklung durch. Es dauerte Jahrhunderte, bis sich eine zentralisierte Monarchie und eine nationale Religion mit dem Brennpunkt in Jerusalem entwickelt hatten.

Die Herausbildung des Königreiches Israel war ein Prozeß, der sich auf zwei Ebenen vollzog: als Teil langfristiger Entwicklungen im Bergland, die nicht später als in der Spätbronzezeit begangen, und als unmittelbare Folge der spezifischen Situation des 9. und frühen 8. Jahrhunderts.

Nach dem Untergang des Nordreiches Israel stieg Juda jetzt von einer isolierten Berglandgemeinschaft zu einem richtigen Staat auf, der eng in die assyrische Wirtschaft eingebunden war. Erst der Untergang des Nordreiches und die Umsiedlung einer großen Zahl von Israeliten nach Juda führten zur Entstehung der panisraelitischen Ideologie im Süden. Diese propagierte die Idee der Überlegenheit und der alleinigen Legitimität der davidischen Dynastie und des Tempels von Jerusalem in der nunmehr judäisch-israelitischen Mischbevölkerung. Mit dem Rückzug Assyriens aus der Region wurde diese Ideologie auf die gesamte Bevölkerung und auf alle Territorien ausgedehnt, die einst von den beiden hebräischen Königreichen regiert wurden.

Nach der Deportation der israelitischen Elite durch die Babylonier im Jahre 587 v. Chr. bildete sich aus dem Sozialkontakt der Israeliten mit Samaritanern, Edomitern und einheimischen Kaanitern im multiethnischen Milieu Judas ein neues Judentum aus. Nachdem die israelitische Elite nach einem halben Jahrhundert im babylonischen Exil nach Juda zurückkehrte, gab es eine jüdische Identität, die sich von der Ethnizität der historischen Israeliten unterschied.

Als eigentlicher Begründer des Judentums ist Esra zu betrachten. Denn um 440 v. Chr. führten Esra und Nehemia eine Religionsreform in Jerusalem und Judäa durch. Ab jetzt gibt es eine jüdische Identität, die sich von der Ethnizität der historischen Israeliten unterschied. Mit der Synagoge entstand zugleich der Ort des ersten reinen Wort- und Gebetsgottesdienstes, der das Judentum schließlich vom Kult des Jerusalemer Tempels, der 70 n. Chr. endgültig zerstört wurde, unabhängig machen sollte. Seit dieser Zeit existierte das Judentum bis zur Emanzipation im 19. Jahrhundert als Einheit von Nation und Religion, als "heiliges Volkstum". Sowohl in ethnischer und religiöser Hinsicht war man nun Jude.

Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. haben sich die Juden einem Leben in der Diaspora angepaßt: sie suchen ihren Zusammenhalt unter sich in ihrer Religion und in ihren Traditionen, bei gleichzeitig flexibler Anpassung an ihre anderssprachige Umgebung. Juden in der Diaspora sind in der Regel mehrsprachig und sind außer mit jüdischen Traditionen auch mit den Sitten und Gebräuchen der sie umgebenden Mehrheitsbevölkerung vertraut.



Wie werden Juden definiert?

Nach dem rabbinischen Gesetz, der Halacha, ist heute ein Jude, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde oder wer ordnungsgemäß zum Judentum konvertiert. Der Status des Vaters ist völlig irrelevant. Wenn jemand als Jude geboren wird oder ordnungsgemäß zum Judentum übertritt, bleibt ihm nach der Halacha dieser Status für immer. Wenn ein Reform-Jude oder konservativer Jude keine jüdische Mutter oder keine orthodoxe Konversion nachweisen kann, ist er für orthodoxe Juden "nicht jüdisch".

Die israelische Regierung verwendet zwar für die Identifizierung eines Juden eine Definition, die derjenigen der Halacha gleicht, ergänzt diese aber (mit dem Ziel eines Ausschlusses von Judenchristen): wer sich nicht zu einer anderen als der jüdischen Religion bekennt, und davon wird die Zuerkennung der jüdischen Nationalität (von der israelischen Staatsbürgerschaft zu trennen!) abhängig gemacht.

Im Reformjudentum wurde bis zur Durchsetzung des Zionismus nach 1967 unter Judentum nur eine jüdische Religionszugehörigkeit begriffen, während in säkular-zionistischen Kreisen darunter eine bloße Volkszugehörigkeit oder Nationalität verstanden wird.

Weil die Juden überall auf der Welt leben, haben sie verschiedene Volkszugehörigkeiten, Kulturen und Traditionen übernommen. Trotzdem fühlen sich alle irgendwie mit Israel verbunden, sehen sich vom Antisemitismus bedroht, und diejenigen, die strenggläubig geblieben sind, haben eine geistliche Bindung an die Torah gemeinsam.



Welche Hauptgruppen gibt es bei den Juden?

Es gibt drei Hauptgruppen jüdischer Populationen: orientalische, sephardische und aschkenasische Juden.

A) Die Sepharden stammen aus der Pyrenäenhalbinsel (Spanien, Portugal). Ihre Muttersprache ist Ladino (Judenspanisch). Im Jahre 1492 setzte der große Exodus der Sepharden ein. Sie wurden in der Balkanregion und in Holland aufgenommen.

B) Als Aschkenasim wurden im Mittelalter ganz allgemein die Juden in Mitteleuropa (Deutschland, Frankreich, England) bezeichnet. Zwischen 1050 und 1300 dominierten bevölkerungsmäßig und nach ihrem Kulturschaffen die Juden im deutschsprachigen Raum. Ihre Muttersprache ist das Jiddische. Aber die Zahl der ethnischen Aschkenasim ist heute bedeutend größer als die Sprecherzahl des Jiddischen.

C) Alle jüdische Bevölkerungsgruppen, die nicht Sepharden oder Aschkenasen sind, bezeichnet man als orientalische Juden. Ihre Siedlungsgruppen findet man von Marokko im Westen bis Iran im Osten, von Georgien im Norden bis zum Jemen im Süden. Die orientalischen Juden sprechen die verschiedensten Sprachen: Jüdisch-Marokkanisch, Jüdisch-Tadschikisch bzw. Bucharisch, Jüdisch-Tatarisch u.a. Hierbei handelt es sich um Fusionssprachen. Insgesamt haben die orientalischen Juden weniger unter dem Antisemitismus ihrer Kontaktvölker gelitten als vergleichsweise die Sepharden und im besonderen Maße die Aschkenasen.



Welche Sprachen sprechen die Juden?

Von den 14 Millionen Juden weltweit sprechen rund 7,5 Millionen jüdische Sprachen. Ivrit (Neuhebräisch) ist die jüdische Sprache mit den meisten Sprechern (5,1 Millionen). Etwa 2 Millionen Juden sprechen Jiddisch, davon leben die meisten in den USA (1,25 Millionen). Andere jüdische Sprachen sind das Jüdisch-Marokkanische (270.000), das Jüdisch-Irakische bzw. Jahuduische (120.000), das Judenspanische oder Ladino (117.000) und zahlreiche andere regionale Sprachvarianten, die von den orientalischen Juden gesprochen werden.



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