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Urvolk Mongolen - Abstammung und Herkunft

Geschichte

Um das Jahr 1000 wurden die mongolischen Stämme Kerait und Merkit von nestorianischen Missionaren zu Christen gemacht. Um 1196 schwang sich Temudschin zum Fürsten des Stamms Mongchol auf, der dann dem ganzen Volk den Namen Mongolen gab.
Um 1130 einte Kabul Khan die Mongolen, doch geht sein Reich bereits 1160/61 unter. Wirklich bedeutend wurden die Mongolen erst unter Dschingis Khan (1155/1162-1227), der den Staat strukturierte und ein Gesetz einführte. Unter ihm errichteten die Mongolen das grösste Landreich der Geschichte – 29.000.500 km2 – und unterwarfen mehr als 100 Millionen Menschen.
Auf dem Höhepunkt ihrer Macht beherrschten sie die grössten Teile des Kaiserreiches China, Koreas, Khorassans (heute zu Afghanistan und Iran gehörend), Georgiens, Armeniens, Russlands, Ungarns, Persiens und auch die dazwischen liegenden Länder. Die Mongolen waren Nomadenvölker, im 13. Jahrhundert von hochentwickelten landwirtschaftlichen und städtischen Kulturen umgeben. Keine dieser Zivilisationen jedoch verfügte über eine starke zentrierte Regierung. In Asien, Russland und dem Nahen Osten waren die Königreiche oder Stadtstaaten dem Untergang geweiht.
Die Mongolen nutzten dieses Machtvakuum, das für sie eine Chance bedeutete. In unterdrückenden Kriegen führten sie die Regionen zu einem Staatenbund mit politischen und wirtschaftlichen Interessen zusammen. Sie waren vom Handel mit den städtisch siedelnden Völkern völlig abhängig.
Als Nomaden verstanden sie sich nicht darauf, Vorräte anzulegen oder das Handwerk, die Technik zu fördern. Dschingis Khan wird nachgesagt, sein Ziel sei nicht die Unterwerfung der benachbarten Kulturen gewesen, sondern ihre Zerstörung. Er habe die Vorteile der städtischen Lebensweise nicht begriffen. In Tat und Wahrheit aber wurde sich Dschingis Khan des wirtschaftlichen Vorteils, den diese Völker boten, sehr wohl bewusst.
Im Lauf weniger Jahrzehnte erfuhren die Mongolen unter Yelü Chutsai und Sorghaghtani Beki (siehe „Staatsphilosophie“ unten), wie wichtig die Beibehaltung des status quo ist. Die Fürsten versuchten nun, im Interesse der sesshaften Bevölkerung zu handeln. Nicht immer gelang es ihnen.
Wenn den städtischen Völkern erlaubt würde, ihre Lebensweise fortzuführen, könnten sie einen Überschuss an Waren und Nahrung produzieren. Er wäre als Steuer an den Khan zu zahlen. Dschingis Khans Nachfolger Ugedai Khan willigte um 1234 ein, seinen Tribut in eine Steuer umzuwandeln. So wurden viele Leben und ganze Kulturen gerettet.
Dschingis Khan hatte ursprünglich nicht die Absicht, ein Weltreich zu errichten. Jeder seiner Eroberungen gingen Erörterungen über die politische Situation und der ökonomischen Gewinne voraus.
Ein Beispiel ist die Eroberung der nordchinesischen Hauptstadt Peking 1215. Er nahm die Gelegenheit, ganz Nordchina einzunehmen nicht wahr und kehrte nach seinem Sieg einfach nach Hause in die Steppe zurück. Der Krieg gegen das Choresmische Reich 1219-21 begann wegen Handelsstreitigkeiten.


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Kultur

In der Steppe lebten die Mongolen als Hirten und Viehzüchter in Jurten, das sind halb kugelförmige mit Filz bespannte Holzgerüste. Auch Frauen und Kinder nahmen am Nomadenleben teil, versorgten die Tiere und sammelten Dung als Brennmaterial. Die Entbehrungen machten die Mongolen zäh und verliehen ihnen Ausdauer. Das Überleben einer Gruppe hing vom Umgang mit ihren kleinen Pferden, vom Hüten der Schafe, Ziegen, Rinder, Kamele und Yaks ab. Auch heute noch ernähren diese Tiere die Mongolen mit ihrer Milch und ihrem Fleisch. Käse und Joghurt gibt es in Hunderten von Varianten und für Feste sogar destillierten „Milchvodka“. Alle Teile der Tiere werden verwendet, grosse Fettbrocken gelten als Delikatesse.

Der aus Tibet eingeführte Buddhismus hat die mongolische Kultur, die ihn mit einheimischem Schamanismus verbindet, über die Jahre beeinflusst. Die Nomaden lernten, tragbare Altäre zu benutzen und fromme Bildrollen, die für den Transport geeignet sind. Im 16. Jahrhundert wurde das Band zwischen Tibet und der Mongolei so stark, dass ein mongolischer Khan einem tibetischen Führer den Titel Dalai Lama gab.



Mongolei

Heute haben die Mongolen ein eigenes Land im nördlichen Mittelasien. Der als Mongolische Volksrepublik bekannte Staat auf einem hohen hügeligen Plateau ist fast dreimal so gross wie Frankreich und von nur 2,6 Millionen Menschen bevölkert. Jenseits der Südgrenze, in Chinas Innerer Mongolei und anderen chinesischen Provinzen leben weit mehr Mongolen: 3,5 Millionen. Weitere Populationen haben sich in Kaschastan, Sibirien und der russischen Kalmyk-Region, der Kalmückensteppe an der unteren Wolga, erhalten.

Die Mongolei war nach Russland das zweite kommunistische Land. Es erhielt 1924 den Status einer Republik. Antireligiöse Revolutionäre töteten Tausende von Mönchen, schränkten das Nomadentum ein und errichteten Kollektive. Die meisten Mongolen leben heute in Städten und Siedlungen.

Genetische Urvölker von iGENEA

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